Gartenrotschwanz im Landeanflug. Auch viele Vögel brauchen ein Dach über dem Kopf.
Sie wollen Vögeln etwas Gutes tun? Prima. Bauen Sie doch einfach einen Nistkasten und hängen Sie ihn draußen auf. Viele Vögel kämpfen neben der Futtersuche vor allem damit, einen geeigneten
Brutplatz zu finden.
Wir zeigen Ihnen hier, wie Sie Ihre Nistkästen ganz einfach selbst bauen können. Dazu müssen Sie kein gelernter Schreiner sein. Es genügt, wenn Sie Spaß am Basteln haben.
Übrigens: Für viele Kinder ist es ein ganz tolles Erlebnis, selbst einen Kasten zu bauen und in den Folgejahren zu beobachten, wie Kohlmeisen, Hausrotschwänze oder Stare darin ihre Jungen groß
ziehen. Also: Weg mit der Playstation und her mit Hammer und Säge!
Die beiden Kästen, die wir Ihnen hier vorstellen, sind quasi die "Bestseller" der Vogelwelt. Sie sind einfach zu bauen und die Wahrscheinlichkeit, dass ein Vogel darin brütet, ist hoch. Daneben
gibt es aber noch eine ganze Reihe anderer, speziellerer Kästen. Die aufzuhängen ist natürlich mindestens genauso wichtig. Wie sie diese Kästen selbst bauen können, können Sie in der
NABU-Broschüre "Wohnen nach Maß" nachlesen. Die können Sie weiter unten
ganz einfach und für wenig Geld bestellen.
Viele Vögel haben sich auf Höhlen spezialisiert. Sie brüten in alten Bäumen, in die der Zahn der Zeit und Kollege Specht eine Höhle fabriziert hat. Hinter dem engen Einflugloch wartet auf die
Vogelfamilie ein geschützter Raum, in dem die Kleinen geschützt vor Wind, Wetter und Feinden groß werden können.
Leider sind Baumhöhlen seit Jahrzehnten Mangelware, weil es an richtig alten, knorrigen Bäumen fehlt. Abhilfe schafft der Höhlenbrüterkasten, auch Meisen- oder Starenkasten genannt. Er ist der
Klassiker unter den Nistkästen schlechthin.
Je nachdem, wie groß der Durchmesser des Einfluglochs bemessen ist, können unterschiedliche Vogelarten darin brüten. Während die Kohlmeise auf ein 32-Millimeter-Loch steht, bevorzugt ihr kleiner
Cousin, die Blaumeise, 26 bis 28 Millimeter. Die großen Stare brauchen 45 Millimeter, während es der Gartenrotschwanz exklusiv vorzieht: Es mag ovale Löcher mit einer Höhe von 48 Millimeter und
einer Breite von 32 Millimetern.
So bauen Sie einen Höhlenbrüterkasten (PDF, 88 KB)
Vögel, die gerne in Nischen und Spalten brüten, stehen oft dumm da: Die Fassaden sind heute meist glatt und sauber verputzt, Feldwände mit Vorsprüngen fehlen. Abhilfe schaffen diese halb offenen
Nistkästen. Für alle Hobbybastler ist sie der optimale Nistkasten: Sie ist einfach zu bauen und man erspart sich das Bohren des Einflugloches.
Auf diese sogenannten "Halbhöhlen" sind eine ganze Reihe wunderschöner Vögel scharf:
So bauen Sie ganz einfach eine
Halbhöhle (PDF, 64 KB)
Alle Infos in einem Heft: In dieser Broschüre - einem unserer Bestseller - verraten wir Ihnen auf 44 Seiten, wie Sie Nistkästen für Vögel und andere Tiere bauen können und worauf Sie achten
sollten. Andere Tiere? Ja, denn nicht nur Vögel brauchen einen Platz für sich und ihren Nachwuchs. Fledermäuse, Igel, Wildbienen und Hummeln sind genauso dankbar für ein geschütztes Plätzchen.
Alle Bauanleitungen gibts in dieser Broschüre, die Sie für zwei Euro zzgl. Versandkosten hier bestellen können:
NABU Baden-Württemberg, Tübinger Str. 15, 70178 Stuttgart
E-Mail: Service@NABU-BW.de
Telefon: 0711 / 966 72-12
In unserer Bestellliste finden Sie noch viele andere spannende Info-Materialien. Und natürlich auch die Broschüre "Wohnen nach
Maß".
Materialien
Wohnraum und Maße
Anbringen von Nistkästen
Reinigung
Künstliche Nisthilfen sind da sinnvoll, wo Naturhöhlen fehlen, weil alte und morsche Bäume nicht mehr vorhanden sind, oder weil an Gebäuden geeignete Brutnischen fehlen. Der NABU gibt
ausführliche Tipps und zahlreiche Bauanleitungen. Mehr
Natürlich sind Nistkästen vor allem als Bruthilfe für Vögel im Frühjahr gedacht. Dass sie auch im Winter wichtige Aufgaben erfüllen, ist weniger bekannt. Dabei bieten sie nicht nur
Vögeln, sondern auch kleinen Säugetieren und Insekten ein schützendes Heim. Mehr